Unsere ExpertInnen

Prof. Dr. Jörg Dünne (Universität Erfurt)

Prof. Dr. Jörg Dünne (Universität Erfurt)

Prof. Dr. Jörg Dünne (Universität Erfurt)

Jörg Dünne ist seit dem Sommersemester 2009 Professor für Romanistische Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt. An Jörg Dünne ergeht die Einladung, im Rahmen der Sektion “Theorie in Bewegung” einen Gastvortrag zu halten, weil er sich in seiner Forschung schwerpunktmäßig mit kulturwissenschaftlicher Raumforschung in Verbindung mit romanischen Literaturen auseinandersetzt: In interdisziplinären Projekten wie „Weltspiele – Weltnetzwerke“ (2012/13) diskutiert Dünne die Rolle von Literatur bei der Reflektion terrestrischer Globalisierungsprozesse und leistet so einen essentiellen Beitrag zur transdisziplinären Verknüpfung von romanistischer Literaturwissenschaft und Kulturtheorie.

Für die Sommerschule wird Jörg Dünne einen Blick auf die romanischen Philologien werfen,  deren produktives Potenzial für die Entwicklung kulturtheoretischer Modelle er in seiner Forschung seit vielen Jahre entwickelt.

Dr. Frank Estelmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Dr. Frank Estelmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Dr. Frank Estelmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Frank Estelmann ist Akademischer Rat am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und lehrt in den Bereichen der französisch- und spanischsprachigen Literaturen. Zu seinen Forschungssschwerpunkten gehören der europäische Reisebericht von der Aufklärung bis zum Ersten Weltkrieg, Orientalismus und Ägyptophilie in Frankreich, Romantische Exildiskurse, Sklaverei und Literatur im 19. Jahrhundert sowie Literarische Essayistik.

Darüber hinaus beschäftigt sich Frank Estelmann mit der wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Romanistik, weshalb wir ihn für die entsprechende Sektion zur Fachgeschichte eingeladen haben. Der Blick auf den Entstehungskontext der Romanistik soll dazu beitragen, aktuelle Entwicklungen des Faches besser zu verstehen und einen Beitrag zur Profildiskussion zu leisten.

Prof. Dr. Ottmar Ette (Universität Potsdam)

Prof. Dr. Ottmar Ette (Universität Potsdam)

Prof. Dr. Ottmar Ette (Universität Potsdam)

Ottmar Ette ist seit 1995 Inhaber des Lehrstuhls für Romanische Literaturwissenschaft (venia legendi: Romanische Literaturen und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft) an der Universität Potsdam. Er ist für seine romanistischen und komparatistischen Arbeiten mehrfach prämiert worden, Mitantragsteller dreier DFG-Graduiertenkollegs, ordentliches Mitglied der Academia Europaea sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören das Werk Alexander von Humboldts, die Reflexion über Literatur als Speicher von Lebenswissen sowie die transareale Ausrichtung der Literaturwissenschaft. Ottmar Ette wurde eingeladen die Sommerschule mit einer Keynote zu eröffnen, von der wir uns vielfältige Anregung für die Arbeit in den Sektionen erhoffen. Als überregional wahrgenommenes Mitglied der scientific community ist er darüber hinaus hervorragend geeignet ist, das gastgebende Institut für Romanistik der Universität Potsdam zu repräsentieren.

Dr. Dr. Judith Kasper (Ludwig-Maximilians-Universität München)

Dr. Dr. Judith Kasper (LMU München)

Dr. Dr. Judith Kasper (LMU München)

Judith Kasper ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit französischer und deutscher Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts sowie der italienischen Literatur des 20. Jahrhunderts und Dante. Thematisch bearbeitet sie Fragen zur Gedächtnisforschung, Holocaust-Studies, Psychiatriegeschichte, Psychoanalyse und literaturtheoretischen Problemstellungen. An der Universität Potsdam führte sie das DFG geförderte Forschungsprojekt „Der traumatisierte Raum. Topographie, Dissemination und Übertragungen des Holocaust“ (2012-2014) durch. Momentan arbeitet sie gemeinsam mit Cornelia Wild an der Herausgabe eines Bandes mit kommentierten Grundlagentexten zum Rombezug der Romanistik.

Die Frage, ob und in welcher Form das Römische Relevanz für RomanistInnen hat, verbindet sich in ihrer Arbeit mit der Frage nach einer Philologie, die quer zur historischen Rekonstruktion verläuft und in der Liebe zum Wort Worte und Konzepte aufbricht, aufschneidet und für Neues öffnet. Dieser Zusammenhang soll im Rahmen der Sommerschule diskutiert werden.

Dr. Markus Messling (Universität Potsdam)

Dr. Markus Messling (Universität Potsdam)

Dr. Markus Messling (Universität Potsdam)

Markus Messling ist seit 2009 Leiter der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe (DFG) „Philologie und Rassismus im 19. Jahrhundert“ sowie Sprecher des Forschungsprojekts „Transmed! Denken der Méditerranée und europäisches Bewusstsein“. Seine Forschungen zur Verwobenheit von europäischer Textkultur, Sprachanthropologie und Rassenlogik im 19. Jahrhundert schreiben in den oft als Rückkehr zur Gelehrsamkeit verstandenen „philological turn“ der Textwissenschaften die Frage ein, auf welche Tradition sich eine zukünftige Philologie beziehen kann, die dem Anspruch selbstreflexiver Praxis gerecht werden will.

Seine zahlreichen Veröffentlichungen in diesen Bereichen bilden einen zentralen argumentativen Rahmen für das Thema der Sommerschule, sowohl auf der fachgeschichtlichen Ebene (Philologie im 19. Jahrhundert) als auch auch mit Blick auf das zukunftsfähige Potenzial innovativer Neukonzeptionalisierungen des Faches.

Prof. Dr. Gesine Müller (Universität zu Köln)

Prof. Dr. Gesine Müller (Universität zu Köln)

Prof. Dr. Gesine Müller (Universität zu Köln)

Gesine Müller ist seit April 2013 Inhaberin der Professur für Romanische Philologie an der Universität zu Köln, seit 2008 ist sie Leiterin einer DFG-Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe zur „Transkolonialen Karibik“. Die Einladung an Gesine Müller im Rahmen der Sektion “Zukünfte der Romanistik” erfolgte primär vor dem Hintergrund ihrer Auffassung der Disziplin als eine explizit transareale Wissenschaft, wie sie es exemplarisch am Beispiel ihrer zahlreichen Arbeiten insbesondere zur Karibik gezeigt hat. Diese beschäftigen sich mit den diversen Verflechtungen innerhalb dieses Raums, aber auch mit seiner transatlantischen bzw. weltumspannenden Dimension.

Gesine Müller ist in ihrer Forschung und Lehre als eine Vertreterin einer dezidiert kulturwissenschaftlich orientieren und über die klassischen Räume der Romania hinausgehenden Romanistik hervorgetreten, weshalb wir uns von ihrem Beitrag zentrale Denkanstöße zur Diskussion einer zukünftigen Romanistik versprechen, welche explizit die globalen Dimensionen des Fachs mitdenkt und sich in einer Öffnung zu anderen Philologien und den Kulturwissenschaften hin konstituiert.

Prof. Dr. Mads Rosendahl Thomsen (Aarhus University)

Prof. Dr. Mads Rosendahl Thomsen (Aarhus University)

Prof. Dr. Mads Rosendahl Thomsen (Aarhus University)

Mads Rosendahl Thomsen ist seit 2009 Associate Professor für Komparatistik des Department of Aesthetics and Communication an der Aarhus University (Dänemark). Als Komparatist liegt sein Forschungs- und Publikationsschwerpunkt auf den Themen Weltliteratur, Globalisierung und kulturellen Identitäten sowie vergleichenden Memory Studies.

Die Einladung an Mads Rosendahl Thomsen zu einem Gastvortrag in der Sektion “Zukünfte der Romanistik” entstand aus dem Bestreben heraus,  im Rahmen der Diskussion um die disziplinäre Öffnung der Romanistik die Perspektive eines renommierten Wissenschaftlers aus einer ihrer nächsten Nachbardisziplinen miteinzubeziehen, welcher sich in seiner Forschungsarbeit insbesondere mit auch für eine gegenwärtige wie zukünftige Romanistik zentralen Aspekten wie der Rezeption und Kanonbildung innerhalb von Literatur(en) in transnationalen Kontexten auseinandergesetzt hat. Von seinem Beitrag erhoffen wir uns aufschlussreiche Denkanstöße etwa zum Verhältnis zwischen Romanistik und Komparatistik, zu der Frage einer möglichen Positionierung beider Fächer mit Blick auf das in den vergangenen Jahren neu entfachte Thema der Weltliteratur sowie eine außerhalb der deutschsprachigen Romanistik verortete Außenperspektive auf unsere gemeinsame Disziplin.

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